Pfeile, Prasseln und Prost: Das Grill-Schießen des SG Hummertsried

Wenn es in der Grube am Ortsrand plötzlich nach Kohle und Konzentration riecht, dann ist wieder Grill-Schießen beim SG Hummertsried. Am Samstag trafen sich die Mitglieder zu jener traditionsreichen Kombination, die eigentlich nur bei diesem Verein Sinn ergibt: erst mit Pfeil und Bogen auf die 3D-Tiere zielen, dann mit Grillgut und Bier die Wunden lecken – oder den Sieg feiern, je nachdem, wie treffsicher man war.

Runde eins: Angriff der Kunststoff-Herde

Die 3D-Tiere standen an ihrem angestammten Platz – schließlich wird der Parcours in der Grube nur einmal im Jahr neu aufgestellt, der Rest ist reine Vereinstradition. Bögen wurden gespannt, Anweisungen wurden gerufen, und Training hatte dafür ehrlicherweise niemand betrieben – was der Sache nur mehr Charme verlieh. Wer traf, freute sich sichtlich; wer danebenschoss, tat das mit der gelassenen Würde eines Menschen, der wusste, dass es gleich ohnehin ums Grillen geht.

Die Grube erwies sich dabei als idealer Schauplatz: tief genug, dass Fehlschüsse niemanden in Gefahr brachten, überschaubar genug, dass man sich gegenseitig beim Zielen auf die Schulter klopfen konnte. Der eine oder andere zeigte dabei durchaus, dass er sein Handwerk versteht, und ließ die Pfeile mit beeindruckender Präzision in Fell und Fellimitat verschwinden. Robin Hood hätte in Hummertsried also vielleicht doch die eine oder andere Konkurrenz bekommen. Trotzdem – oder gerade deswegen – wurde mit Hingabe gezielt, gelacht und jeder Treffer penibel gezählt, als ginge es um die Weltmeisterschaft.

Runde zwei: Vom Bogen zur Grillzange

Kaum war der letzte Pfeil im Ziel (oder zumindest in dessen Nähe) gelandet, wechselte die Ausrüstung nahtlos vom Bogen zur Grillzange. Die Kohle glühte schon verdächtig lange vor sich hin, und binnen Minuten verwandelte sich der Schießplatz in eine Feldküche mit bestem Duft weit über die Vereinsgrenzen hinaus. Auf dem Rost zischte es, und die Getränkekiste leerte sich mit einer Zielsicherheit, von der man sich beim Bogenschießen eine Scheibe hätte abschneiden können.

Am Grill wurden dann auch die Schüsse des Tages noch einmal Revue passiert – die besten und die witzigsten, wobei Zweiteres erfahrungsgemäß die deutlich längeren Geschichten nach sich zog.

Fazit

Am Ende blieb, was bei solchen Abenden immer bleibt: müde Arme vom Bogenspannen, volle Bäuche vom Grillen, gute Laune vom Beisammensein – und die Gewissheit, dass beim SG Hummertsried der Weg zum Tier eben immer auch über den Grill führen kann.


 

Achtung, Achtung – die Grube ruft

Du hast schon immer davon geträumt, ein Elch, ein Wildschwein oder zumindest ein besonders unhöflicher Rehbock aus Kunststoff zu sein? Dann solltest du nicht zum SG Hummertsried kommen. Alle anderen aber schon.

Jeden Freitag öffnet sich das Schützenhaus des SG Hummertsried für alle, die schon immer mal wissen wollten, ob in ihnen ein kleiner Robin Hood steckt – oder zumindest jemand, der einen Pfeil zuverlässig in Richtung Zielscheibe statt Nachbargrundstück bekommt. Beim Probetraining darfst du dich unverbindlich selbst testen: kein Vereinsbuch, keine Verpflichtung, keine peinlichen Fragen. Nur du, ein Bogen und die ehrliche Erkenntnis, dass Zielen schwerer aussieht, als es ist.

Und falls du zu Hause keinen Bogen rumliegen hast (wer hat das schon) – kein Problem: Bögen könnt ihr euch bei uns einfach leihen. Ihr müsst also nicht erst euer Erspartes in Ausrüstung investieren, bevor ihr wisst., ob euch das Ganze überhaupt Spaß macht. Kommt einfach vorbei, wir drücken euch was in die Hand.

Also schnapp dir Freunde, Familie oder wen auch immer du schon lange mal mit einem Pfeil beeindrucken wolltest, und schau vorbei – jeden Freitag im Schützenhaus des SG Hummertsried. Der Bogen wartet. Die 3D-Tiere auch. Die machen das übrigens schon länger mit uns.